Rote Superkraft: Preiselbeerkompott kaltgerührt

Preiselbeeren in Schuessel mit Holzloeffel

Habe mir auf dem Viktualienmarkt eine große Ladung Preiselbeeren gesichert. Wie alle roten Beeren sind die nämlich 1a Superfood, noch dazu ein heimisches. Na gut, in diesem Fall nur, wenn wir ganz Europa als Heimat sehen. Die deutsche Saison ist schon vorbei (die Hitze!), meine Beeren kommen dieses Mal aus Schweden. Ihre Superwirkung verdanken sie ihren roten Farbstoffen, vor allem Anthocyanen und Flavonoiden. Die sind große Zellschützer und binden die sogenannten freie Radikale. Die Faustregel: je dunkler die Beere, desto mehr gesundheitliche Wirkung. Dazu kommt dann noch jede Menge Vitamin C. Zudem ist die Preiselbeere wie ihre große Schwester aus Kanada – die Cranberry – für ihre antibakterielle Wirkung bekannt. Also, das hört sich doch gut an! Allerdings sind Preiselbeeren ganz schön herb und sauer und deshalb werden sie meistens mit viel Zucker zu Kompott verkocht. Das passt dann ganz gut zu allen möglichen Gerichten, ist aber halt nicht mehr besonders gesund. Zucker! Kochen! Da verflüchtigt sich ja gerne mal der eine oder andere gesunde Inhaltsstoff.Preiselbeerenkompott kaltgeruehrt

 

Deshalb habe ich mir eine gesündere Variante überlegt:

1. Die Preiselbeeren werden nicht gekocht, sondern in einer Küchenmaschine ganz lange kaltgerührt. Weil sie so viel Pektin enthalten, klappt das sehr gut mit Preiselbeeren. Die Konsistenz wird angenehm und das fertige Kompott hält sich im Kühlschrank auf jeden Fall mehrere Monate! Das Beste ist natürlich, dass die ganzen tollen Antioxidanzien in den Beeren erhalten bleiben.

2. Statt Haushaltszucker nehme ich Kokosblütenzucker, der neben Kalorien auch viele gute Mineralien zu bieten hat. Und sein eigener, etwas karamelliger Geschmack verträgt sich prima mit dem der Preiselbeeren. Vor allem aber gehört er zu den Süßungsmitteln mit dem niedrigsten glykämischen Index, lässt also den Blutzuckerspiegel langsam ansteigen – die Insulinproduktion wird gedrosselt und die Energieausschüttung verlangsamt. Das nächste Hungergefühl meldet sich erst viel später.

Kokosbluetenzucker in zwei Schuesseln

Superfood-Preiselbeeren-Kompott

Für 4 – 6 mittelgroße Gläser

  • 1 kg Preiselbeeren
  • 400-600 g Kokosblütenzucker (je nach Geschmack)

Preiselbeeren in einer Schüssel mit reichlich Wasser kurz waschen – wenn dabei Blätter oder kaputte Beeren aufsteigen, kann man sie leicht absammeln. Die Beeren abgießen und gründlich abtropfen lassen.

Beeren mit Kokosblütenzucker in die Rührschüssel einer Küchenmaschine geben, den Knethaken einsetzen und auf langsamster Stufe eine Stunde rühren. Dann hat sich der Zucker komplett gelöst und das Kompott ist cremig geworden, viele Beeren bleiben aber ganz.

Kaltgerührte Preiselbeeren in Gläser füllen und im Kühlschrank lagern. Vor Verwendung kurz umrühren, die Beeren steigen nach einiger Zeit nämlich nach oben.

Das Kompott passt ins Müsli, aber auch super zu Ofengemüse (Kürbis, Rote Bete, Zwiebeln, Fenchel…) oder zu Pasta mit Pilzen. Und ein paniertes Sellerieschnitzel bekommt mit den Preiselbeeren auch einen raffinierten Kick.

Preiselbeerenkompott kaltgeruehrt mit Silberloeffel

 

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